Fonic baut Tagesflat zur Monatsflat aus
In einem Jahr, das dank iPad und Co erneut ganz im Zeichen des mobilen Internets steht, setzt auch Fonic auf diesen Wachstumsmarkt. Zu diesem Zweck stellte das Unternehmen nun eine Erweiterung ihres Angebots für mobiles Surfen vor. Man wolle hier Neues bieten, so Geschäftsführer Thomas Heise.
Konkret heißt dies, dass die Tagesflatrate eine Deckelung erhält und somit zu einer Art Monatsflat wird. Ziel des Unternehmens ist es natürlich, mittels dieser Neuerung neue Kunden zu akquirieren, die Wert darauf legen, ihre Internetkosten überschaubar zu halten und dennoch flexibel zu bleiben.
Deckelung der Monatskosten
Die schon existierende Tagesflat wird dahingehend verändert, dass sowohl Neu- als auch Bestandskunden seit dem 25. März 2010 weiterhin 2,50 Euro pro Tag bezahlen, aber nicht mehr als 25 Euro im Monat. Das heißt, dass jeder Nutzer dieses Tarifs ab dem elften Nutzungstag des Monats kostenlos auf das Internet zugreift. Die Richtung geht für Fonic klar in die Richtung einer von vornherein berechenbaren Strukturierung der Kosten, die laut Heise dem Nutzungsverhalten der Kunden geschuldet ist. Der durchschnittliche Fonic-Kunde mit Surf-Stick nämlich sei mehr als eine Stunde pro Tag online, weswegen sich Stundentarife von selbst als unfair verböten, so Heise.
Nicht nur die Kosten haben Grenzen
Doch nicht nur mit den Kosten stoßen die Nutzer an Obergrenzen, sondern auch beim Datenvolumen. Bisher wurde die Geschwindigkeit erst bei Erreichen von einem Gigabyte heruntergeladener Daten von HDSPA- auf GPRS-Niveau gedrosselt, nun geschieht dies bereits bei 500 Megabyte. Das Monatsmaximum an Daten beträgt fünf Gigabyte, bevor die Geschwindigkeit spürbar heruntergefahren wird. Dies entspricht den zehn Tagen zu je 500 MB, die man pro Monat bezahlt. Der Grund ist laut Thomas Heise der Wunsch des Unternehmens, allen Kunden die gleiche Leistung anbieten zu können. „Sauger“, wie Heise Heavy-User gegenüber Teltarif nennt, welche die Kapazität einer Mobilfunkzelle aufbrauchen, seien nicht die Zielgruppe von Fonic und unter den bisherigen Kunden auch nur selten vertreten.
Im Zusammenhang mit dieser Kundenstruktur steht auch die Entscheidung des Unternehmens, nunmehr Surf-Sticks anzubieten, die mit 40 Euro rund zehn Euro billiger sind als die bisher verkauften Sticks, dafür aber auch eine geringere Geschwindigkeit aufweisen. Diese liegt bei 3,6 MBit/s im Vergleich zu den sonst üblichen 7,2 MBit/s.
Mobiles Internet ist einfach anders
Kritik an etwa der Drosselung der Geschwindigkeit entgegnet Thomas Heise, dass mobiles Internet nicht mit einem DSL-Anschluss zu verwechseln sei und diesen nicht ersetzt. Bisher scheint die Strategie der o2-Billigmarke aufzugehen, nicht die Heavy-User anzusprechen, sondern den Gelegenheits-Surfer, der Wert auf eine überschaubare und flexible Preisgestaltung legt. Ob die Einschränkungen in Datenvolumen und Geschwindigkeit abschreckend auf die Kunden wirke oder ob sie als Abgrenzung zum DSL-Anschluss für Zuhause verstanden werden, wird sich noch zeigen.